Die Stille unter der Borke
Mehr schon ein Kunstwerk als ein Kurzfilm ist diese Erzählung über zwei auf skurrile Art und Weise niedliche Wesen, welche tief unten, in den Wurzeln der Bäume überwinterten. Bis eines schicksalhaften Tages ein kleiner Schneerutsch dafür sorgt, dass sie lange vor dem Ende des Winters erwachen und ihre weiße, kalte Umgebung voller Zauber in Bild und Klang wahrnehmen, als hätten sie nie gelebt.
Der Kurzfilm “the silence beneath the bark” bzw. “le silence sous l’écorce” stammt von Joanna Lurie und besticht durch erstaunliche Animationen trotz der relativ schlicht gehaltenen Bilder im Wasserfarben-Stil. Kern und Moral des Ganzen sind hier bewusst offen gehalten und Auslegungssache des Zuschauers.
Was ist Deine Meinung zu diesem Film? Welche Aussage mag sich dahinter verbergen? Mich würden wirklich, wirklich eure Ideen und Interpretationen des Ganzen interessieren. Und natürlich, ob ihr die zwei Dinger auch so unglaublich niedlich fandet. Einfach zum Knuddeln.
Praktisch
Dieser Beitrag befindet sich in der Kategorie Kurzfilme
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Ich klicke mich gerade durch die Kurzfilme und der hat mir ehrlich gesagt am besten gefallen.
Ich mag die Einfachheit, mit der das Ganze gestaltet wurde. Wie sich die Figuren so kindlich-naiv über den Schnee freuen, hat mich irgendwie an mich selbst erinnert. Ich hab mich auch immer so gefreut, wenn endlich Winter war und der Schnee geglitzert hat wie nochmal was… *schwelg* Trotzdem finde ich den Film sehr traurig, besonders das Ende hat mich ganz “komisch” gestimmt. Das Gefühl ist sehr schwer zu beschreiben. Irgendwo zwischen traurig, verwirrt und doch irgendwie friedselig.
Die kleinen Dinger sind echt totaaal niedlich. “Es ist so flauschig, ich werd wahnsinnig!” Ich will auch so eins haben.
Ich denke der Schnee steht für eine Versuchung ( es müssen nicht unbedingt Drogen sein ). Durch ein Unglück, ein Schicksal, ein Geschehniss entdeckt man den Schnee. Er beeindruckt, er sieht schön aus, er ist neu und bildet den Drang ihn zu erkunden. Doch er ist auch gefährlich und schnell verwandelt sich etwas Schnee in eine Versuchung, in einen Drang, der über alles geht, was man hat, was man liebt. Denn er macht das Leben noch schöner, lässt alles in einem neuen Licht erscheinen. Doch wenn man ihm nicht mehr widerstehen kann, wenn man das Beste hat, was man haben kann, doch es nicht mehr warnehmen kann… dann wird man hart & verliert sich. Man nimmt nichts mehr war. Die Leute, die das Selbe Schicksal haben, sich vllt. sogar mit der Person verbunden haben, die sie liebten, die sehen ihr Schicksal nicht als Böse an, sondern nur als Möglichkeit mit den Geliebten wieder zusammen zu sein… und verfallen so in den gleichen Drang des Geliebten…
Die Figuren sind allerdings auch sehr niedlich. Sie haben etwas besonderes, sie sind wie wir. Das ist vllt. der Zusammenhang zwischen uns und ihnen. Sie sind gleich, von Form und Art, aber sie sind unterschiedlich. Sie unterscheiden sich in kleineren Dingen, die sie trotzdem einzigartig machen.
Ich denke, dass der Schnee ein Symbol für Drogen ist. Leute, die neugierig und unvorsichtig mit “Schnee” umgehen, wenden sich irgendwann von Freunden ab und selbst wenn sie zurückkommen sollten… zu viel Schnee lässt einen erst leuchten (sich gut fühlen) und dann irgendwann ist man plötzlich weg (vom Fenster)… d. h. man stirbt. – Aber wenn die einzigen Leute, die von diesem Problem wissen, selbst auf Drogen sind und “Schnee” essen, nehmen sie das Problem selbst auch nicht wahr… und merken evtl. nicht, dass der andere dabei ist zu sterben bzw. nehmen den Tod/das Verschwinden des anderen nicht als “Tragödie” wahr.
Ich glaube, dieser Film soll warnen… vor der eigenen Dummheit… vor Drogen… vor Freunden, die einem nicht helfen… und zeigt aber auch, dass der Tod nicht unbedingt schlimm sein muss bzw. das eigene Verschwinden bestimmten Leuten egal ist/wäre.
Das ganze ist nur mit niedlichen Figuren gezeigt worden, weil sich hässliche Fratzen niemand ansehen würde… Aber irgendwie sehen die zwei auch eher aus wie “Flauschie-Regenwürmer-mit-Füßen-auf-Schnee-Dinger”… Na ja, wer genauer hinsieht, hat jedenfalls erkannt, dass es als gefährlich eingeschätzt wird, wenn man die Heimat (den Bau) verlässt und irgendwelche Sachen – ohne Nachzudenken – einfach macht und dass es durchaus zu Verlusten kommen kann – egal welcher Art – wenn man spontan etwas Dummes macht…
das wollte ich auch schreiben bis ich den kommentar sah
Wunderschön.
Der Schnee, den sie essen, steht für mich dafür, dass das Umfeld einen Beeinflusst; denn der Schnee färbt sie ja etwas weiss,
aber wir immer wir selber sind; denn sie werden ja nicht ganz weiss, sie haben immer ihre Persönliche Farbe.
Das ist was mir am meisten aufgefallen ist
jetzt weis ich wie Bäume entstehen und dieses grinsen ist geil XD
Bei mir hat der Link zwar nich funktioniert, aber auf Youtube gibt’s das ja auch.
Seeeeeeeehhhr schön!!!!!
Sehr schön und ich danke die dafür, das du mich solchen wunderschönen Sachen nahebringst:)
ein sehr schönes filmchen doch ich habe das ende nicht so richtig verstanden
Ich fand den Film toll aber irgendwie habe ich das ende nicht verstanden
Das grinsen ist irgendwie gruselig
Wow, also wegen Interpretation hätt ich hier gleich mehrere Ansätze die eine mehr und die andern evtl. weniger nahliegend.
Trotzdem lass ich das mit dem Interpretieren, da ich mehrere Seiten schreiben würde und das wäre einfach zu lang für einen Kommentar. Ich hab überlegt ob sich so eine Interpretation abkürzen lässt aber irgendwie funktioniert sowas nicht wirklich.
Auch wenn es manchmal langweilig wird ist es ein sehr schöner Film.
Ich fand das Filmchen echt schön. Ich habe mir aber jetzt nicht wirklich die Mühe gemacht, es zu interpretieren. Ich mag die putzigen Männchen unter der Borke. :3
der Film war total lieb und schön und hat mich in seinen bann gezogen. besonders süß fand ich dieses ..rrr?
total lieb! aber auch eben melancholisch. ich glaube ein teil des sinns ist gemeinsam statt einsam… ein anderer: sei neugierig..
oder sowas =)
Ein wirklich schöner, berührender Film. Nach dem ersten Durchgucken habe ich den Sinn nicht ganz greifen können, aber beim zweiten Mal sehe ich schon wesentlich mehr… Ich glaube, es ist viel mehr in diesem Film versteckt, als man am Anfang zu sehen vermag und bestimmt ist mir auch einiges entgangen.
Ich denke, der Film behandelt neben Freundschaft vor allem die Themen Erwachsenwerden, die Suche nach sich selbst sowie den Kreislauf des Lebens. Man kann auch eine Gliederung erkennen: Tod und Geburt (welche zusammen auftreten), Kindheit und Erwachsenwerden.
Die Lebewesen unter den Bäumen sind sozusagen die Lebensspender, die Wurzeln oder auch die Seelen der Bäume (daher auch die körperliche Ähnlichkeit) und erwachen zum Leben, sobald dem Baum etwas zustößt, oder er stirbt. Das dunklere Lebewesen erwacht, als sein Baum von einem anderen niederfallenden Baum getroffen wird. Das hellere Lebewesen erwacht kurz darauf auch. Wir sehen an seinem Baum einen Handabdruck mit Dollarzeichen, wie jemandem hier schon aufgefallen ist. Ich persönlich glaube, es steht dafür, dass die Menschen des Geldes wegen ihre Hand an die Bäume angelegt haben und diesen Baum abgeholzt haben. An dieser Stelle also auch etwas Gesellschaftskritik (ohne aber, dass der Kapitalismus hier als übergreifendes Thema gestellt wird).
Das dunklere Wesen scheint zuerst sehr besorgt um seinen Baum zu sein und versucht diesen auf eine etwas unbeholfene Weise zu stützen, woran man schon seine kindliche Naivität erkennt. Beruhigt beginnt es dann mit seiner Welterkundung. Es freundet sich mit dem anderen Lebewesen an und zusammen spielen sie im Schnee, bis sie scheinbar alles um sich herum vergessen haben. Ich denke dieser Abschnitt stellt die Phase der kindlichen Unbekümmertheit dar.
Gleichzeitig sehen wir, dass dieses Spielen und das Essen von Schnee den Wesen ganz natürlich inne wohnt und sie vermutlich sogar auf das Erwachsensein vorbereitet. Denn ihre Bestimmung ist es, einen ganz bestimmten Samen (das leuchtende Etwas) in sich aufzunehmen und damit einem neuen Baum das Leben zu schenken. In einer längeren Animation können wir den Weg des leuchtenden Etwas verfolgen. Der streift dabei zuerst an den beiden Wesen vorbei, welche aber dann in Bäume übergehen und schließlich landen wir wieder am Boden bei den beiden Lebewesen. Dieser Weg symbolisiert meiner Meinung nach den Kreislauf des Lebens. So ganz können wir die Bedeutung aber erst am Ende des Films verstehen.
Das dunklere Lebewesen erkennt instinktiv, dass dieses leuchtende Etwas für ihn bestimmt ist und nimmt es auf. Ab diesem Zeitpunkt trägt es das leuchtende Etwas in seinem Bauch, was sehr an Schwangerschaft erinnert. An diesem Punkt endet die Kindheit des dunkleren Lebewesens.
Es erlebt einen Gedankenwandel und begibt sich auf die Suche nach sich selbst und lässt dabei das hellere Lebewesen zurück, welches noch nicht bereit dafür ist. Nach einem längeren Weg landet es bei einem See und sieht in das Wasser. Dabei erkennt es sein Spiegelbild und auch das Leuchten in seinem Bauch – das neue Leben, das es in sich trägt, seine Bestimmung.
Mit dieser Gewissheit kann es nun zu seinem Freund zurückkehren. Allerdings sehen wir eine Veränderung in seinem Gesicht. Während das hellere Lebewesen immer noch seine kindliche Unbekümmertheit hat, ist das dunklere Lebewesen gereift, nicht mehr so euphorisch, aber zufrieden und weise.
Dann schließt es die Augen und ein Baum sprießt an seiner Stelle in die Höhe. Das Lebewesen hat also vermutlich seinen Zweck auf der Erde erfüllt und schläft wieder ruhig als die Seele des Baumes tief unter der Erde, solange dieser Baum lebt. Das andere Lebewesen ist zuerst besorgt, aber dann lauscht es an dem Baum und hört vermutlich seinen Freund, der nun im Baum friedlich schläft und ist glücklich.
nachdem ich diesen wirklich sehr schön gemachten Film das erste mal ansah, wollte ich ebenfalls versuchen eine Interpretation zu formolieren; bis ich die deinige gelesen habe . ich habe absolut mit den deinen übereinstimmende ansichten zu diesem Film ;
und ich freue mich dass sich jemand die Zeit nimmt seine Interpretation derart anschauchlich und leicht verständlich niederzuschreiben
Ich habs echt gerne geschrieben. Ich freu mich aber auch, dass sich jemand die Zeit genommen hat, meinen doch recht langen Kommi zu lesen
Das war ja echt niedlich. Aber das Filmchen macht mich auch irgendwie melancholisch.
Aber ich find keine Interpretation… die Idee, die hier jemand mit dem Vergleich zur Menschheit & ihrer Neugierde und ihren Fragen u.s.w. hatte, find ich sehr passend. ^^
Und die Moral von der Geschicht, iss niemals gelben Schnee xD
Ja, genau. In Minecraft steht auf immer Don t eat yellow
Der Dicke am Anfang war am knuddeligsten
Der Film ist für mich zu Beginn nicht interpretierbar gewesen.
Animation und Sound sind sehr gut. Der Film ist echt schön geworden, aber der wahre Kern der Geschichte lässt sich schwer bestimmen. Die Idee, das Ganze würde uns Menschen in dieser kalten Welt zeigen und das wir uns wohlfühlen/wohlfühlen müssen, halte ich für sehr plausibel. Aber leider wird ja nie verraten, was sich der Macher/die Macherin dabei gedacht hat
ich find sowas immer blöd der film hat eigentlich keinen sinn deswegen muss man irgenteinen scheiß reininterpretieren
genauso ist das mit bildern oder musik man kann kunst auch todreden
ich will den film jetz nich runtermachen der war schon irgentwie schön aber mich stören solche kunstfilme trotzdem
Ich hab kein Problem damit, wenn dir der Film nicht gefallen hat aber ich wollte nur anmerken, dass nur weil du den Sinn in diesem Film nicht erkennst das nicht heisst, dass er keinen hat
Du hast zwar recht, dass man Kunst totreden kann, aber ich finde das ist hier (auf gronkh.de) nicht geschehen.
In anbetracht dieser beiden Punkte finde ich deinen ersten Satz: “…der film hat eigentlich keinen sinn deswegen muss man irgenteinen scheiß reininterpretieren” nicht gerechtfertigt und unangebracht