Moderieren und Kommentieren

Ein wesentlicher Aspekt beim Aufnehmen eines Let’s Plays – welcher leider viel zu häufig übersehen wird – ist nicht nur das Gameplay an sich, sondern vor allem auch die Moderation dazu. Um das mal beispielhaft dazustellen: jeder LPer kann Fallout 3 zocken. Das Spiel wird immer das Gleiche bleiben – und dennoch unterscheidet sich jedes Let’s Play vom anderen. Nicht nur durch die Spielweise, sondern eben vor allem auch dadurch, wie er das Spielgeschehen in Worten umsetzt.

Die ersten Voice-Aufnahmen

Völlig normal: Nervosität und Lampenfieber

Wer erstmals versucht, sich selbst aufzunehmen und bislang noch keinerlei Vorerfahrungen damit hat, wird feststellen, dass man sehr schnell “Lampenfieber” bekommen kann. Sobald der rote Knopf gedrückt ist, kommen die Probleme: Was bloß sagen? Wie bloß anfangen? Bloß nicht verhaspeln! Nervosität und Herzflattern sind da keine Seltenheit und durchaus üblich, also keine Angst.

Die einfachste Lösung ist: bloß nicht nachdenken, bloß nicht überlegen, was besonders toll und schlau wäre. Einfach mal die Aufnahme laufen lassen und drauflos quatschen. Irgendwas wird schon passieren. Die ersten Probeaufnahmen darfst Du auch gerne verhauen – da wird nie jemand von erfahren. Über Dich selbst totlachen während der Aufnahme? Kein Problem. Über die eigenen Worte stolpern? Macht absolut nix. Völligen Unsinn und Quatschgeräusche aufnehmen? Absolut normal. Einfach ein paar Male probieren – und schon bald plapperst Du wie am Schnürchen. Hier gilt einfach nur: Übung macht den Meister.

Der Fremde in meinem Kopf

Was jetzt noch wichtig ist: beurteile niemals Deine eigene Stimme anhand der Aufnahme. Wenn Du im Alltag redest, dient Dein Kopf als Resonanzkörper der eigenen Stimme – das kannst Du besonders gut hören, wenn Du Dir mal fest die Ohren zuhälst und dabei redest. Da man aber im Alltag ständig redet, filtert das Gehirn die eigene Stimme aus dem bewusst Wahrgenommenen aus. Hört man jetzt das erste Mal seine Stimme von der Aufnahme, hört sie sich absolut anders an als das, was man von sich selbst gewohnt ist. Erschrecke also nicht, dass Du Dich plötzlich wie ein Fremder und noch dazu völlig schrecklich anhörst. Das ist eine ganz normale Reaktion. Andere kennen nur diese Stimme von Dir, die Du jetzt vielleicht zum ersten Mal bewusst und von Außen hörst.

(Ab hier wird dieser Artikel noch gebaut)

Wie klingt die Stimme des Sprechers? Wie setzt er sie ein? Redet er deutlich und verständlich?

Es gibt wirklich Vieles, was man hier falsch machen kann – völlig unabhängig vom Alter oder Geschlecht, wie so gerne behauptet wird. Ein 13jähriger, der seine Stimme im Griff und flüssiges Lesen gelernt hat, klingt oftmals besser als so mancher “junge Erwachsene”, der nur lapidar vor sich hin nuschelt.

Jemand, der seine Moderation durch Dutzende “ey alta alta ey” und Rülpsgeräusche zu verzieren weiß, wird definitiv auch ein anderes Publikum ansprechen als jemand, der eher seriös an die Sache herangeht.