Endlich, endlich nach langer, langer Zeit mal wieder ein Kultklassiker, ein Retro-Spiel, eine Genre-Referenz der altehrwürdigen Adventure-Väter von LucasArts. Wir spielen den zweiten Teil der Maniac Mansion-Reihe: Day of the Tentacle. Endlich.
Nun geht es also richtig los im bekloppten Hause der Edisons, wo wir vorerst mit Bernhard durch die Gegend tingeln können, um irgendwo die Pläne für die Super-Batterie zu finden.
Endlich lernen wir George Washington kennen, einen passionierten Holzfäller und Make Up-Träger und vielleicht bald schon Präsident der derzeit entstehenden Vereinigten Staaten. Und ein super Gebiss aus Holz hat er auch noch. Eine tolle Sache.
Im nächsten Zimmer des Kolonial-Hotels wohnt Ben Franklin. Der ist aber gerade nicht da, also klauen wir ihm den Wein. Theoretisch ja auch den Plan zum Bauen eines Drachen, aber den lässt Hoagie leider einfach hängen. Doof. Na gut.
Bei Benniboy ist gerade nix zu machen, also malern wir mal den Baum mit den Kumquats in schickem Rot über, was uns noch sehr helfen wird. Jetzt aber erstmal gucken, was wir wo im Gezeiten-Klo herunterspülen können.
"Könnwadiejetzmitnehm? Könnwadiejetzmitnehm? Könnwadiejetzmitnehm?" - aber immerhin können wir die Zähne im Lüftungsgitter fangen und einsacken. Na endlich. Hat ja lang genug gedauert. Nun ab durch die Swinger-Tür.
Im Nebenraum des Obergeschosses finden wir den Verrückten Ed, der sich ganz seiner einzigen Leidenschaft, dem Briefmarkensammeln, hingibt. Er hatte früher mal einen Hamster - doch irgendwas passierte wohl mit dem.
Auf dem Monitor der Überwachunskamera sehen wir Doktor Fred, wie er im Schlaf ständig die Tresor-Kombination eingibt - das aber viel zu schnell. Also nehmen wir den alten Knacker auf Video auf, um es dann in Zeitlupe abzuspielen.
Bei Red Edison lassen wir uns nun als Gehilfe einstellen - Bezahlung und Urlaubstage sind ja erstmal relativ. Hauptsache, wir kriegen den schnieken Kittel, Schrägstrich Regenmental. "Regen" ist dabei natürlich ein gutes Stichwort.
Selbst in der Gründerzeit gab es schon Feuermelder. Damals noch mit Federn, aber dafür mit eingebauter Fütterung und selbst produziertem Trill. Einfach toll, so ein Vögelchen. Ganz klar, dass man später so einen Vogel haben wird.
Gefangen in der Vergangenheit sind wir derzeit ein wenig ratlos, was es zu tun gilt. Schuld ist mitunter ein kleiner Fehler bei der Übersetzung, demzufolge man nicht wirklich darauf kommt, dass Ben Franklins Drachen nicht wasserdicht ist.
Ein wenig ratlos laufen wir durch die verschiedenen Epochen der Zeit und probieren verzweifelt allerlei Dinge aus, in der Hoffnung, irgendwie weiter zu kommen - oder womöglich sogar an eine Kurbel. Um die Zukunft anzukurbeln. Sozusagen.
Die Zukunft ist jetzt. Also wir. Darin. Und auch 200 Jahre in der Zukunft finden wir noch den Hamster in der Kühltruhe, den hat wohl niemand in der Zwischenzeit rausgeräumt oder so.
Die Herren Preisrichter sind bester Laune und erzählen sich schmutzige Witze, die wir leider nicht hören können. Mist. Vor allem "Menschen" ist aber der schmutzigste Witz überhaupt, wie es scheint.
Der Präsident der Vereinigten Staaten ist plötzlich erkrankt: das Purpur Tentakel übernimmt fortan die Regierung. Wir müssen uns wohl ein wenig beeilen. Mit Bernhard wickeln wir also das Seil vom Flaschenzug um den toten Cousin Ted.