Folge 32: Wenn Wahrheit schmerzt

Goal zollt Rufus die bemerkenswert wohlverdiente Anerkennung, dem das Ganze hoffentlich nicht zu Kopfe steht. Durch die dunklen Tunnel des Aufstiegs-Bahnhofes führt uns der Weg abermals in Richtung Fahrstuhl, zu Cletus. Wir schnappen uns die Verkleidung und begegnen abermals Argus, dem wir ein kleines Theaterstück vorspielen müssen. Lügen, liebe Kinder, Lügen ist hier das Motto. Manchmal – das hat uns ja die Lilli gelehrt – muss man eben lügen, um die Welt und vielleicht auch die eigene Haut zu retten.

Verliebte Verlobte unter sich

An Argus kommen wir zum Glück vorbei, müssen nun aber noch Cletus ausschalten, der oben auf der Plattform wartet. Goal versucht ihn zu überzeugen, Deponia und seine Einwohner zu verschonen – doch der schmierige Fatzke lässt noch immer nicht mit sich reden. Auch nicht mit seiner Verlobten, die wohl offensichtlich nicht mehr ganz so verlobt ist wie noch zu Beginn des Spiels. Auch wir kommen mit unseren diplomatischen Kenntnissen nicht besonders weit – aber auf einem Müllplaneten ist da diplomatisch auch nicht viel zu lernen. Lassen wir die beiden Turteltäubchen mal zurück.

Full Moon & Nackte Tatsachen

In der Tasche von Cletus finden wir einen professionellen Cletus-Anzug, der sogar die Hautfarbe spontan erbleichen lässt. Und Spitzenunterwäsche. Ihgitt. In Rosa. Ohgott. Die lassen wir mal lieber zurück und sprechen Cletus als Cletus-Double an. Eine gute Gelegenheit, ihn noch einmal nachzuäffen. Immer wieder schön. Aber was ist das? Plötzlich dreht sich der feine Herr Elysianer um und lässt die Buxe vor uns fallen! Was zum…? Plötzlich strahlen uns seine fahlen, weißen Hinterbacken im Glanze des Mondlichtes an wie zwei mit rosa String-Tanga überzogene Ziegenkäse. Wurgs. Er will uns sein Muttermal am Hintern zeigen, welches Rufus und Cletus ewig unterscheiden wird. Aber… das hätten wir ihm doch auch so geglaubt? Kein Grund, gewalttätig zu werden!

Zwei Arten des Reise

Wir erwehren uns natürlich unserer Haut und verpassen ihm einen Wedgie, um ihn anschließend am Flaggenmast aufzuknüpfen. Das muss wehtun. Und Probleme mit der Kinderplanung gibt das wohl auch. Jetzt aber schnell nach Elysium. Zumindest theoretisch, denn plötzlich wird Goal skeptisch. So kurz vor dem Ziel unseres Abenteuers kommen ihr Zweifel an den Absichten von Rufus. Und tatsächlich muss man zugeben, dass diese nicht immer ehrenhaft waren – aber wenn man nun darüber nachdenkt, wird einem doch klar, dass sich die eigentlichen Absichten jetzt im letzten Abschnitt doch drastisch geändert haben, oder? Geht es inzwischen denn überhaupt noch darum, primär nach Elysium zu kommen? Immerhin wussten wir zuvor nichts von der Sprengung Deponias, wussten noch nichts über die wahre Goal. Wir sind, ohne es zu ahnen oder zu wissen, auf dieser kurzen Reise doch gereift. Von einem rechthaberischen, egozentrischen, rebellischen Schnösel zu einem rechthaberischen, noch immer ein wenig egozentrischen… integeren Mitglied der Gesellschaft, wie es so schön heißt.

Aber für Goal spielt unsere spätere Einsicht keine Rolle mehr. Sie findet die Backup-Datasette im abgelegten Inventar und macht sich nun ihr eigenes Bild über die Situation, will nichts mehr von uns hören oder wissen. Ein letztes Mal sollen wir ihr in die Augen sehen. Ein letztes Mal berühren wir ihr Gesicht. Ein letztes Klicken – und Goal bricht bewusstlos zusammen, als die Bewusstseins-Datasette leise aus ihrem Kopf gleitet.

Eine Chance, die keine ist

Die Fahrstuhl-Türe öffnet sich, der Organon-Amtsmann Argus betritt die Szenerie. Gerade, als wir denken, dass alles vorbei ist, schlägt sich der Offizielle auf unsere Seite. Er lässt Cletus am Fahnenmast baumeln. Er will uns als Cletus nach Elysium reisen lassen – zusammen mit Goal und dem Backup-Bewusstsein, so dass sie sich an nichts erinnern kann. Auf diese Weise hätten wir nicht nur das Mädchen, sondern auch unser Ziel erreicht. Aber wie bereits gesagt – hat sich das nicht während unserer Reise geändert?

Ist dies wirklich der Aufstieg?

Keine halbe Stunde später sitzen wir in der hochtechnologischen Aufstiegskapsel. Goal freut sich, ist ganz ihr süßes Selbst – mit einem fehlenden Stück der ganzen Geschichte. Sie hält uns für Cletus und Deponia für unbewohnt. Können wir alle Einwohner sterben lassen und den Planeten der größten Katastrophe überantworten? Rufus ist geknickt, deprimiert, leer, hohl und einfach nur noch müde. Doch ein letztes Mal muss er kämpfen. Ein letztes Mal muss er aufbegehren – und dieses Mal gegen sich selbst.

Das Richtige ist manchmal ein Schritt zurück

Nach und nach sagt er Goal die Wahrheit. Erzählt ihr alles, was geschehen ist. Die ganze, unglaubwürdige, wilde Geschichte – und Goal ist nicht eben erfreut. Doch zumindest haben wir das Richtige getan. Auch, wenn die Reise nun nicht mehr in Richtung Elysium geht, sondern abwärts, zurück auf Deponia. Dort, wo wir wohl auch hingehören für unsere ursprünglichen Absichten. Wir legen das Cletus-Kostüm ab, stehen wieder als Rufus vor ihr – und Goal fordert ihr Bewusstsein zurück.

Zukunftsängste

Doch wie soll es nun weitergehen? Wir sind noch immer gestrandet auf Deponia – und keine der beiden Elysianerinnen ist besonders gut auf uns zu sprechen. Sollten wir einfach selbst als Cletus nach Elysium aufsteigen und die anderen hier unten verrotten lassen? Aber dann wäre unser ganzer Kampf natürlich vergebens gewesen. Sollen wir Goal alleine nach Elysium zurück reisen lassen? Fragen über Fragen. Das Einfachste wäre natürlich, wir würden Cletus seine Bewusstseins-Datasette klauen und manipulieren – aber das wird wohl eher nichts.


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Kommentare

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  • Am 31. Oktober 2012 um 00:46 behauptete Luxor plötzlich:

    Oh man was für eine Kacke :( Warum hat er Goal nicht einfach gesagt das er diesen Deal nur eingegangen ist um sie zu retten und der Deal nur gefaked war? Dann wäre die Sache anders gelaufen und eine Lüge wäre es auch nicht gewesen… Man Rufus du Depp!

    Aber er tut mir schon extrem leid… die Liebe ist schon nicht einfach. Ich hoffe das Goal ihm verzeiht und es doch noch alles gut wird. Vielleicht kann man Deponia ja von dem Müll befreien und es terraformen damit wieder alles erblüht oder so?

    Ich hoffe das für die beiden alles zu einem guten Ende findet…

    liebe Grüße,

    Lux das Licht

  • Am 24. Februar 2012 um 07:19 formulierte Teyloune dann:

    “Wenn Wahrheit schmerzt”, sehr treffend..
    Mich hat noch nie ein Adventure so fesseln können..
    Und ich konnte die ganze Zeit den Rufus nicht wirklich leiden,
    Doch da, am ende.. er tut ein mal das richtige, aber glücklich hat es ihn (bis jetzt) noch nicht gemacht..
    Einerseits will man sich freuen mit “yeah Rufus, du kannst es doch..” aber auf der anderen seite ist man halt von dieser (traurigen) story gerührt..

  • Am 21. Februar 2012 um 16:03 erwähnte superhero kolossal begeistert:

    ach ja … ich wollt noch mal sagen an alle das wenn man auf (Auf nach Elysium!) klickt da zeigt der einfach nich genug fröhlichkeit da kann man das tausend mal machen und nichts passiert und wenn man auf (Ach vergiss es)
    klickt da kann man solange warten aber man kommt nicht zu Elysium.

    Hab ich nur mal für alle die neugierig waren geschrieben.

    Liebe Grüße superhero

    PS an Gronkh:Super LP mach weiter so mit den lps besonders mag ich es wie du in die stimmung vom spiel einfach versinkst

    • Am 24. Februar 2012 um 07:20 antwortete Teyloune schließlich:

      Danke, hätte nähmlich sonst jetzt nachgefragt ob das spiel verschiedene Enden hat..

  • Am 21. Februar 2012 um 15:49 besprach Koyuka wortgewandt:

    Oh,wir warten auf GSM gespannt auf die neue Folge oder?Naja,es ist gleich Weltuntergang wenn sie nicht kommt D: