Alarm für Cobra 11: Das Syndikat

Seit Jahren aus dem Fernsehen bekannt, weltweit in über 20 Sprachen übersetzt, ein furioser Fernseh-Erfolg mit den aufwändigsten Crash-Szenarien, die das deutsche Fernsehen wohl zu bieten haben dürfte. Die Rede ist vom allseits bekannten Fernseh-Format “Alarm für Cobra 11″, dem namensgebenden Taufpaten der gleichnamigen Computerspiel-Adaption.

Man muss vorab sagen: als Gamer ist man in Sachen Filmumsetzungen nicht eben verwöhnt und erwartet erfahrungsgemäß eher ein halbgares Spiel zwecks Ausschlachten des Merchandisings rund um die Marke als eben ein ausgereiftes und eigenständig präsentierbares Spiel, welches sich nicht hinter Kollegen des Genres verstecken muss. Dementsprechend tief war auch meine Messlatte angesiedelt beim Anstarten des gamegewordenen RTL-Formates. Um es vorab nochmal zu verdeutlichen: völlig überzeugt ob üblicher Erfahrungen in diesem Bereich installierte ich das Spiel bereits vorab auf die Gaming-Platte unter F:/Trash/ – dem Unterverzeichnis für Ramsch.

Heute weiß ich, dass die Redewendung über Bücher und Einbände durchaus auch positive Wendungen nehmen kann.

Schau, Spieler!

Wir beginnen unsere Karriere bei der Autobahnpolizei im lauschigen Köln. Dort nämlich spielt der inzwischen vierte Teil von Alarm für Cobra 11, diesmal mit “Das Syndikat” untertitelt. Was es mit jenem Syndikat auf sich hat, werden wir im späteren Spielverlauf natürlich noch erlernen.

Eine kleine Intro-Sequenz macht uns mit den beiden Hauptdarstellern der Serie bekannt, die den heutigen Tag damit verbringen, spannende Formulare und Berichte auszufüllen. Semir und Ben, so die beiden Top-Männer, hören parallel dazu den Polizeifunk ab. Heute eine Menge Action auf dem Asphalt. Zwei Unfallverursacher rasen die Autobahn entlang, lassen die Dienstwagen nicht durch, geben mächtig Stoff und halten die Kollegen auf Trab. “Bis einer weint”, wusste schon die Mutti damals zu sagen – und prompt kommt einer der Wagen von der Straße ab und überschlägt sich – Typisch für die Serie – in einem Feuerball.

Notarzt und Feuerwehr sind unterwegs – nun wird es auch Zeit für den Einsatz der heldenhaften Autobahnpolizisten. Die für moderne Games relativ schlichte Grafik rotiert um das Hauptquartier der ABP, während die beiden Darsteller in gekonnt laienhafter Betonung ihre abgelesenen Texte zum Besten geben. So mag vielleicht nicht alles sonderlich professionell wirken, besitzt aber dadurch zumindest eine Art speziellen, leicht hilflosen Charme, so wie man es sonst eher von Filmen der 80er Jahre kennt.

Mit Bleifuß durchs Tutorial

Der Spielstand wird gespeichert, der nächste Level geladen – und schon befinden wir uns direkt auf den Straßen Kölns, mitten im ersten Einsatz. Und der ist besonders hart: denn wir müssen weiter dem Gequatsche und den unlustigen Witzen der Protagonisten lauschen – parallel dürfen wir aber bereits aufs Gas treten und uns ein wenig mit dem Spiel und der Steuerung bekannt machen. Die erste Lektion ist dabei schnell gelernt: bloß nicht an den großen, blauen Pfeilen vorbeifahren. Abkürzungen zum Polizeirevier sind verboten, man muss streng der Dienstvorschrift folgen. Gelernt ist gelernt.

Währenddessen kommt die Aufklärung per mobiler Quäke: Hartmut klärt uns darüber auf, dass beim Wagen des Rasers Einschusslöcher gefunden wurden. Da steckt also wohl noch mehr dahinter. Wir werden auf jeden Fall weiter ermitteln, doch die erste Spur führt – mit ein ganz klein wenig Blechschaden begleitet – zum Polizeirevier in der Innenstadt. Ganz souverän und vorbildlich fliegen wir dorthin und lauschen weiter den Dingen, wie sie sich nun nach abgeschlossener Mission weiter entwickeln. Die Chefin, die mit Namen übrigens “Chefin” heißt, befindet sich bereits in der Wohnung des Verunglückten – wir sollen uns sofort dorthin begeben.

Das Spiel

Alarm für Cobra 11: Das Syndikat

Die Stimme

Dieses Let's Test von Alarm für Cobra 11: Das Syndikat wurde gespielt, aufgenommen und kommentiert von Gronkh.

Praktisch

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